Die Mitglieder der Olivingruppe kristallisieren in einer orthorhombischen Symmetry. Die Struktur setzt sich aus isolierten SiO4-Tetraedern zusammen, die durch divalente Atome (Mg, Fe) in einer 6-fachen Koordination miteinander verknüpft sind. Olivin variiert in seiner Zusammensetzung zwischen Mg2SiO4 (Forsterit) und Fe2SiO4 (Fayalit). In den eisenreicheren Olivinen können Magnesium und Eisen durch Mangan oder Calcium ersetzt werden. Wohingegen in den Mg-reichen Olivinen gerne kleinere Mengen Nickel und Chrom eingebaut werden.Bei höheren Drücken nimmt Olivin die dichtere Struktur von Spinel an.
Formel: Fe2+2SiO4 bis Mg2SiO4
Kristallsystem, -klasse: orthorhombisch, 2/m 2/m 2/m (< 1000 °C)
Klassifikation: Inselsilikat (Nesosilikat) (Strunz-Klassif. 9.AC.05)
Farbe: grün, grüngelb, gelbbraun bis braun (je nach Fe-Gehalt) | Strich: weiß |
Glanz: Glasglanz | Transparenz: durchscheinend bis undurchsichtig |
Dichte: 3,2-4,3 g/cm³ (berechnet) | Härte (Mohs): 6,5-7 |
Spaltbarkeit: vollkommen | Bruch: muschelig |
Formen: tafelig, massig, kompakt
Zwillinge: {011}, {012}, {031}
Name: Abraham Gottlob Werner (1749 bis 1817), seines Zeichens Mineraloge aus Deutschland, ist der Name Olivin zu verdanken. Für ihn war im Jahr 1790 die olivgrüne Farbe des Minerals (lat. oliva) ausschlaggebend für die Namensgebung von Olivinen.
Bildungsbedingungen/Vorkommen: Olivin ist ein Hauptbestandteil der ultrabasischen Gesteine Dunit und Peridotit und somit am Häufigsten im oberen Erdmantel vertreten. Olivin kann auch bei Metamorphosereaktionen von ultramafischen Gesteinen, unreinen Karbonaten oder aus Eisenreichen Sedimenten.
Besonderheiten/Verwendung: Gelatiniert in Verbindung mit HCl. Die Spinifexstruktur ist in Komatiiten zusehen.
Olivin wird gerne als Schmuckstein verwendet und als Zuschlagsstoff z.B. in Hochofensteinen, da er die Feuerfestigkeit erhöht.