Goethit


Goethit ("Brauner Glaskopf", Lokalität unbekannt, vermutl. Grube Huth bei Hamm an der Sieg), Inst.-Nr. 10514

Goethit ("Brauner Glaskopf", Grube Huth bei Hamm an der Sieg), Inst.-Nr. 10513

Brauneisen (nierig-traubige Limonit-Stalagtiten, Lokalität unbekannt), Inst.-Nr. 10502


Goethit (Nadeleisenerz)

(nach mindat.org)

Formel: α-FeO(OH)
Kristallsystem, -klasse: orthorhombisch, mmm
Klassifikation: Oxide, Hydroxide (Strunz-Klassif. 4.FD.10)

Farbe: braunschwarz, gelbbraun, rötlichbraun Strich: gelblichbraun, ockergelb
Glanz: Diamantglanz, seidig, metallisch, matt Transparenz: opak, teilweise durchscheinend
Dichte: 4.18 g/cm³ (berechnet) Härte (Mohs): 5 - 5.5
Spaltbarkeit: perfekt nach {010} Bruch: unregelmäßig

Formen: nadelige Kristalle nach [001] gestreckt mit Längsstreifung, nadelig-radialstrahlig, stalaktitisch, nierig, traubig, massig, ooidisch, Bestandteil des "braunen Glaskopfs"
Zwillinge: keine
Name: 1806 durch Johann Georg Lenz (deutscher Mineraloge, Bergrat und Professor für Mineralogie in Jena) zu Ehren von Johann Wolfgang von Goethe
Bildungsbedingungen/Vorkommen: Goethit und Lepidokrokit (γ-FeOOH) sind typische Verwitterungsbildungen, insbesondere im „Eisernen Hut“ von primären Sulfiderz-Lagerstätten, auch marin-sedimentäre Eisenerze (Minette), Bohnerze, Raseneisenerze, See-Erze. Als Limonit/Brauneisenstein bezeichnet man Gemenge aus wasserhaltigen Eisen-Hydroxiden, u.a. Goethit und Lepidokrokit. Brauner Glaskopf nennt man feste Limonite mit glasartigem Glanz. Eisenocker ist eine erdig-pulverige Varietät, die bereits in prähistorischer Zeit als Farbstoff diente.
Besonderheiten/Verwendung: relativ Fe-armes Eisenerz

Weitere Beispiele der Gruppe "Oxide und Hydroxide"


Cuprit Chromit Magnetit Spinell Hämatit Ilmenit Quarz Pyrolusit Rutil Kassiterit Goethit Manganit Brucit