Diorite


Diorit (Frankenstein, SSE Darmstadt-Eberstadt, Odenwald), Übungssammlung-Nr. 395

Hornblende-Quarzdiorit mit primär-magmatischer Paralleltextur (Steinbruch am Fels-Berg E Zwingenberg, Odenwald), 4333

Hornblende-Quarzdioritporphyrit (Cap Cavallo E Bougie (Béjaïa), Algerien), 4337


Diorit

Definition: plutonisches Gestein, das hauptsächlich aus intermediärem Plagioklas und Hornblende besteht
Beschreibung: mesokrat, graugrün oder auffällig schwarz-weiß, meist hypidiomorph-mittelkörnig, massig
Leukokrate (helle) Minerale: Plagioklas mit Anorthit-Gehalt 30-50, wenig Quarz und Alkalifeldspat; QAPF: Q < 20 Vol.-%, P >90 Vol.-% der Feldspäte, F < 10 Vol.-%
Melanokrate (dunkle) Minerale: i.d.R. Hornblende, oft mit Biotit oder Augit
Häufige Akzessorien: Titanit, Apatit, Zirkon, Magnetit, Ilmenit
Vorkommen, geologische Stellung: häufig kleinere Intrusivkörper, z.B. als Mobilisate geeigneten Ausgangsmaterials im Bereich der Anatexis, als Begleiter granitischer-granodioritischer Komplexe, als deren Vorläufer oder als Produkt der Assimilation basischer Gesteine durch Granite; aber auch eigenständige große Intrusiv-Komplexe, z.B. in den jungmesozoischen Batholithen im Westen Nordamerikas von Alaska bis Kalifornien und ähnlich in Peru
Nutzung: seit der Antike als Baustein, Dekorationsstein
Name: geprägt durch den französischen Mineralogen Alexandre Brongniart (1770-1847) als Ableitung vom griechischen Verb "διορίζω" (diorizô) = "unterscheiden", vermutlich aufgrund der auffälligen schwarz-weiß-Färbung


Andere intermediäre und basische Plutonite

Anorthosit - Diorit - Gabbro

Andere Plutonitgruppen

felsische (Granitoide) - intermediäre und mafische - ultramafische - alkaline (Syenitoide, Foid-Plutonite) - Lamprophyre - Karbonatite